Die Geschichte der SpVgg. Holpe-Steimelhagen

1929: Gründung Sportverein Steimelhagen
Die Gründer des Vereins sind: Alois und August Wagner, Robert Ückerseifer, Josef  und Heinrich Schmidt, Josef Zielenbach, August Wisser, Heinrich und Ewald Gerhards, Johann Bach, Willi Spieß und Martin Wirths. Diese "Unentwegten" bauen mit viel Liebe und Mühe den Verein auf. In monatelanger Arbeit entsteht der erste Sportplatz an der Straße Appenhagen – Steimelhagen. Zunächst spielt man im Gau Betzdorf. Fußballanhänger aus Kaltau, Katzenbach, Appenhagen und Volperhausen stoßen bald hinzu. Auch in Holpe wird man mobil und gründet einen Sportverein. Doch bleibt es bei der Gründung, denn ein Aufnahmegesuch in den Fußballverband wird von den Instanzen abgelehnt. Die Reaktion ist natürlich, dass sich die Fußballfreunde dem Sportverein Steimelhagen zur Verfügung stellen.

1930/31
Das Spieljahr bringt für den Verein die ersten Meisterschaftskämpfe. Auf Anhieb schafft man den Aufstieg in die erste Gauklasse. Dieser Erfolg spornt die Mannschaft stark an.

1938
Die Gemeinschaft wird in Sportvereinigung Holpe-Steimelhagen umgetauft. Das gleiche Jahr bringt aber auch den Verlust der schönen Platzanlage in Steimelhagen.

1945/46
Als der Krieg beendet ist, entschließt man sich in einem Waldstück "Auf dem Breitgen", auf Bergeshöhe zwischen Holpe und Erblingen einen Platz zu errichten. Emil Gerhards (Reinshagen), Felix Barczak (Holpe) und Karl Helzer (Appenhagen) müssen als Aktivisten erwähnt werden. Auf der ersten Versammlung wählte man Emil Gerhards zum 1. Vorsitzenden. 1947/51 Von 1947-1951 gibt es eine Damenfeldhandballmannschaft. Für Trikots, Turnschuhen und Handbällen zeichnete der Betreuer der Damenmannschaft Heinrich Schöntauf verantwortlich. Zu den Auswärtsspielen fährt das Team entweder mit einem Pferdegespann des Ewald Taxacher oder mit dem Lastwagen des Heinrich Schöntauf, der auf Holzbasis betrieben wird.* (*Aus Chronik von Morsbach III)

1950
A-Jugend Kreismeister

1952/53
Nach jahrelanger Zugehörigkeit zur zweiten Kreisklasse schafft man im Spieljahr 1952/53 den Aufstieg in die erste Kreisklasse.

1954
25-Jahr-Feier mit Borussia Mönchengladbach. In diesem Jahr wird Heinz Dietermann 1. Vorsitzender. Abstieg in die zweite Kreisklasse.

1955
Fusion mit SV Morsbach abgelehnt.

1961
Josef Hombach wird 1. Vorsitzender.

1963/64
Sowohl die 1. Mannschaft als auch die Jugend werden Meister ihrer Gruppe. Die 1. Mannschaft steigt damit in die 2. Kreisklasse auf.

1968
Die Jugendmannschaft steht im Endspiel um die Oberbergische Kreismeisterschaft und wird Vizemeister.

Die Seniorenmannschaft belegt den 3. Platz in der 2. Kreisklasse.

Die seit Jahrzehnten bestehenden Bemühungen um einen neuen Sportplatz nehmen konkrete Formen an. Nach langen Vorarbeiten und durch Unterstützung der Holper Bürger konnte die Gemeinde das geeignete Gelände oberhalb der katholischen Kirche kaufen.

1969
Der Verein wird 40 Jahre alt. Der Antrag für den neuen Sportplatz schlummert bei der Bezirksregierung, aber im Oktober 1969 gibt es endlich grünes Licht.

1970
Die Erdarbeiten für den neuen Sportplatz beginnen.

1971
Unter Trainer Dieter Müller steigt die SpVgg in die 1. Kreisklasse auf. Die Mannschaft gehört zu den besten in der Vereinsgeschichte und wird im 1. Jahr gleich Vizemeister. Die Arbeiten am neuen Sportplatz sind in vollem Gange. Etwa 30.000 Kubikmeter Erde mussten bewegt werden, um eine Fläche von 80mx140m in dieser Hanglage zu planieren.

1972
„Sie redeten zwanzig Jahre vom neuen Sportplatz, Jetzt ist er fertig“. Am 5. August 1972 wird der neue Sportplatz nach 2½ Jahren Bauzeit eingeweiht. Es wurden ca. 350.000 DM investiert.

1973
Der Sportplatz erhält eine Flutlichtanlage.

1977
Abstieg in die 2. Kreisklasse.

1979
Zum 50jährigen Bestehen großer Festkommerz mit Ehrungen einer ganzen Reihe von Vereinsmitgliedern im großen Festzelt bei Steimelhagen. Der Verein hat 177 Mitglieder.

1980
Unter Trainer Siegfried Retzlaff gehört die 1. Mannschaft zu den Spitzenclubs der Kreisliga B.

1981/82
Der ehemalige Ründerother Bezirksligaspieler Eberhard Schlichting, Lehrer an der Morsbacher Realschule, führt die 1. Mannschaft gleich in seinem 1. Trainerjahr an die Spitze der Kreisliga B. Nicht zuletzt wegen der vielen Tore des schon 36jährigen Holper Urgestein Karl-Heinz (Heinzi) Gelhausen. Im Spitzenspiel in Denklingen wird der Tabellenführer wieder durch ein Tor von Gelhausen mit 1:0 geschlagen und somit von der Tabellenspitze verdrängt. Die Mannschaft von Trainer Schlichting gewinnt die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung auf den Zweiten  Denklingen. Übrigens mit den wenigsten Gegentoren aller Mannschaften, auch ein Verdienst des Torwarts Winfried „Ketty“ Groß, unserem langjährigen 1. Vorsitzenden. Was dann jedoch geschieht wird vielen heute noch in guter Erinnerung sein. Wegen eines annullierten Meisterschaftsspiels des SV Denklingen gegen den 1.FC Reichshof, - laut Kreisspruchkammer war ein Reichshofer Spieler nicht spielberechtigt – wird die Mannschaft zu einem Entscheidungsspiel gegen die nun punktegleichen Denklinger verdammt. Holpe legt dagegen Berufung ein und will die Entscheidung der Bezirksspruchkammer abwarten, tritt also zum Entscheidungsspiel nicht an. Was folgte? Denklingen steht mit dem Schiedsrichtergespann vor 500 Zuschauern allein auf dem Platz an der Waldbröler Maibuche und wird zum Sieger und Aufsteiger in die Kreisliga A erklärt da die Bezirksspruchkammer die Entscheidung der Kreisspruchkammer bestätigte.

1983
Im Kreispokal schlägt Holpe u.a. die Bezirksligisten Gummersbach und Marienheide und trifft im Finale an der Maibuche in Waldbröl auf den Bezirkligisten SV Morsbach. Vor 700 Zuschauern liegt eine Sensation in der Luft, schließlich unterliegt die SpVgg Holpe-Steimelhagen nach großem Kampf dem SV Morsbach 1:3 nach Verlängerung.

1984
Die C-Jugend mit den Trainern Werner Schütz und Ingo Krämer gewinnt die Meisterschaft.

1992
Endlich erfolgt der Bau der dringend benötigten Turnhalle. Unter dem Dach des Hauptvereins etablieren sich die neuen Abteilungen Badminton, Breitensport, Leichtathletik und Tanzsport.

1994
Josef Hombach gibt, nach über 33 Jahren, aus gesundheitlichen Gründen den 1. Vorsitz der Abt. Fußball an Volker Klein weiter.

1996
Winfried Groß wird 1. Vorsitzender Abt. Fußball. Die 1. Mannschaft macht ihre Saison-Abschlussfahrt nach Zandvoort / Holland, die für alle Beteiligten unvergesslich war.

1997/98
Klaus Höhner, ehemaliger Verbandsligaspieler des Vfl Hamm übernimmt das Traineramt von Uli Hölper und führt die Mannschaft auf den 3. Platz der Kreisliga B.

1998/99
Trainer Klaus Höhner und seine Mannschaft schaffen im 70. Jahr des Bestehens des Vereins das, was seit 22 Jahren kaum einer zu träumen wagte. Man schaffte die Meisterschaft in der Kreisliga B und den Aufstieg in die höchste oberbergische Spielklasse, die Kreisliga A, mit 80 Punkten, einem  Torverhältnis von 100:22, 26 Siegen und nur 2 Niederlagen. Toptorjäger mit 27 Toren ist David Becker. Auf dem Treckeranhänger wird die frischgebackene Meistermannschaft von Heinz Katzenbach, am letzten Spieltag von Denklingen nach Holpe gefahren und wird auf der Kirmes von den Fans frenetisch bejubelt. Holpe kommt im Jahr 1999 aus dem Feiern nicht mehr heraus, denn im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wird Holpe Golddorf und der Männergesangverein wird Meisterchor.

1999/2000
Die 1. Mannschaft steigt unglücklicherweise wieder in die Kreisliga B ab.

2001/02
Michael Mechtenberg, 26 Jahre alt, führt in seinem 1. Trainerjahr die SpVgg zurück in die Kreisliga A. Auch die D-7 Jugendmannschaft von Trainer Michael Schmidt ist erfolgreich und wird Kreispokalsieger im großen Fußballkreis Berg. Die F-Jugend von Trainer Manuel Becher wird Staffelsieger. In diesem Zusammenhang ist die sehr gute Jugendarbeit des Vereins zu erwähnen, die die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins darstellt.

2002/03
Die SpVgg Holpe-Steimelhagen ist die Überraschungsmannschaft der Saison und hält, von vielen so genannten „Experten“ als erster Absteiger aufgezählt, die höchste oberbergische Klasse. Namhafte Vereine wie Gummersbach, Wiehl oder Marienhagen müssen den Gang in die Kreisliga B antreten.

2003/04
In einer Mammutsaison mit 20 Mannschaften und 38 Spielen behauptet sich die Mannschaft von Michael Mechtenberg und sichert sich die Klasse am Ende mit dem 13. Tabellenplatz. Holpes Toptorjäger ist Dominik Krämer mit 21 Toren. Er wird in die Besten-Elf der Kreisliga A gewählt. Ein Novum in der Vereinsgeschichte sind die Busfahrten gemeinsam mit den treuesten und zahlreichsten Fans der Kreisliga A zu den weitesten Auswärtsspielen.

2004 - 2007
Die 1. Mannschaft etabliert sich in der Kreisliga A. In einer turbulenten Saison 2005/2006 wird man zunächst Herbstmeister, muss nach einer schwachen Rückrunde jedoch bis zum letzen Spieltag um den Klassenerhalt zittern. Die 2. Mannschaft hält sich unter dem Trainergespann Helmut und Marco Wirths souverän in der Kreisliga C und die A-Jugend schafft den Sprung in die Sonderstaffel.

2007/08
Die 1. Mannschaft landet nach einer starken Rückrunde auf dem 7. Tabellenplatz. Toptorjäger ist Zarko Ukalovic mit 15 Toren, mit Björn Euteneuer und Sven Achenbach werden zwei Eigengewächse in die Besten-Elf der Kreisliga A gewählt. Die 2. Mannschaft wird in der durch Einrichtung der neuen Kreisliga D noch stärker besetzten Kreisliga C überragender Tabellensechster.

2008
Das Kunstrasenprojekt „Holper Traum in grün“ startet, die Homepage geht online.

2008-2012
Nach einem schwachem Start in die Saison 2008/2009 erfolgt die Trennung von Trainer Michael Mechtenberg. Das Wissener "Urgestein" Wolfgang Leidig übernimmt das Team und führt dieses zusammen mit Betreuer Ingo Wisser am Ende der Saison zum Klassenerhalt. Nach Fertigstellung des Kunstrasenplatzes im Spätsommer 2009 setzt sich die 1. Mannschaft in den folgenden Jahren weiterhin im Mittelfeld einer immer stärker werdenden Kreisliga A fest.

2012-2016
Der bisherige Co-Trainer Michael Schmidt übernimmt die 1. Mannschaft von Wolgang Leidig. Nach einem 6. Platz im ersten Spieljahr folgt in der Saison 2013/2014 die bisher erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Nach der überraschenden Herbstmeisterschaft belegt man am Ende der Saison den zweiten Tabellenplatz. Über die Quotientenwertung besteht sogar bis zum letzten Spieltag die Möglichkeit in die Bezirksliga aufzusteigen. Trotz eines Heimsieges im letzten Saisonspiel gegen den festehenden Kreismeister aus Drabenderhöhe kommt der Aufstieg aufgund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen allerdings nicht zustande.

Zur Saison 2013/2014 wird zudem eine dritte Mannschaft ins Leben gerufen, welche am Ende der Spielzeit den neunten Platz in der Kreisliga D belegt.

Nach der Vizemeisterschaft wird ein Umbruch innerhalb der 1. Mannschaft eingeläutet. Langjährige Spieler wie Dominik Krämer, André Groß oder Manuel Becher treten kürzer. Nach einer unglücklichen Saison 2015/2016 muss die Mannschaft trotz des erreichten 13. Tabellenplatzes in die Abstiegsrelegation. Nach zwei Siegen gegen TuRa Dieringhausen und den SSV Bergneustadt tritt man im dritten und entscheidenden Spiel auf neutralem Platz gegen die Zweitvertretung des TV Herkenrath an. Hier muss das Team eine Niederage einstecken, so dass nach 14 Jahren Kreisliga A Zugehörigkeit der Abstieg in die Kreisliga B fest steht.

Für ein Erfolgserlebnis sorgt in dieser Saison die neu gegründete Damenmannschaft. Mit 15 Siegen, einem Unentschieden sowie keiner Niederlage wird die Mannschaft auf Anhieb Meister und steigt in die Kreisliga A auf.

2016-2020
Nach dem Abstieg wird Dominik Krämer Trainer der 1. Mannschaft und etabliert das Team in den oberen Tabellenregionen der Kreisliga B. In der Spielzeit 2017/2018 erzielt Torjäger Sven Achenbach über 50 Tore. Nach dem Abstieg in die Kreisliga D gelingt der 2. Mannschaft unter Trainer Andreas Schmidt im Jahr 2018 der direkte Wiederaufstieg.

Die Damen schließen sich mit der Damenmannschaft des SSV Hochwald zusammen und spielen nun unter dem Namen SG Hochwald/Holpe in der Kreisliga A. Der Grund: "Knapp Leute!".

Zur Spielzeit 2019/2020 kehrt Michael Mechtenberg als Trainer in den Verein zurück. Aufgrund der Corona Pandemie wird die Serie allerdings im Laufe der Rückrunde vorzeitig abgebrochen.

 

 Verfasser der Vereinschronik: Gereon Hölper und Manuel Becher

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